So behandeln Sie sich selbst

21.5.2010 | Jiri Cehovsky | jiri.cehovsky@alternativa.cz

Vielleicht haben Sie keine Lust, sich mit Ihren Problemen jemandem anzuvertrauen. In dem Fall kommt die Selbstbehandlung in Frage – und hierfür ist Autopathie besonders geeignet. Ich habe viele Meldungen über eine erfolgreiche Selbstbehandlung erhalten von Leuten, die zuvor noch nie jemanden behandelt oder einen Autopathie-Kurs besucht haben. Sie lasen mein Buch oder verfügten zu Beginn sogar lediglich über die folgende, vereinfachte Behandlungsbeschreibung. Sie eignet sich besonders zu Beginn, bevor die Kenntnisse über Autopathie durch die intensive Lektüre des Buchs Speichel, der heilende Saft oder den Besuch eines Kurses vertieft werden oder man sich nur überzeugen will, das Autopathie “wirkt”.

Vereinfachte Vorgehensweise bei der Selbstbehandlung von langjährigen (chronischen) oder wiederkehrenden Beschwerden

  • Alle derzeitigen, beobachteten und subjektiv empfundenen psychischen und physischen Beschwerden sollte man in einem Heft schriftlich aufzeichnen. Stellen Sie keine Diagnosen. Schreiben Sie jede Beschwerde auf eine separate Zeile. Schreiben Sie auch die Gesichtspunkte auf, die Sie an sich verbessern und ändern wollen. Vergessen Sie dabei nicht das Datum Ihrer Aufzeichnungen. Wenn Sie absolut keine Lust haben, diese Aufzeichnungen zu machen, können Sie diesen Punkt gegebenenfalls auch auslassen.
  • Bereiten Sie das Präparat immer in einem regelmäßigen Intervall zu, anfangs einmal am Tag oder jeden zweiten Tag. Bei einer Selbstbehandlung kann in allen Fällen zuerst eine niedrige Potenz (Verdünnungsstufe) angewendet werden, die aus einem oder eineinhalb Litern Wasser hergestellt wird. Dies entspricht der homöopathischen Verdünnung  60 C und wird aus Trinkwasser in Flaschen nach der Herstellungsanleitung für abgekochten Speichel hergestellt. Die autopathische Flasche sollte man nach Beendigung der Zubereitung leicht ausschütteln, damit in ihr möglichst wenig Wasser zurück bleibt. Legen Sie sie danach sofort in die Plastiktüte und in den Karton zurück. Nehmen Sie sie erst unmittelbar vor der nächsten Anwendung wieder heraus. Bei regelmäßiger und häufiger Wiederholung der Anwendung ist es günstig, dieses gleich morgens nach dem Aufstehen vorzunehmen. Am Abend vorher putzt man sich die Zähne nur mit der Zahnbürste und ohne Zahnpasta. Am Morgen kann man das Präparat ohne weiteres noch vor dem Frühstück herstellen und gleich anwenden. Das dauert nur wenige Minuten.
  • Nach zwei bis vier Wochen kann man anfangen mit dem Intervall der einzelnen Dosen zu experimentieren. Bei der Wahl des zeitlichen Abstandes zwischen den einzelnen Anwendungen besteht absolute Freiheit. Man kann sich
    voll auf Gefühl und Intuition verlassen. Versuchen Sie das Intervall herauszufinden, das Ihnen am besten passt und bei dem Sie sich am besten fühlen. Das Intervall kann man auf zwei Tage oder auf einmal pro Woche verlängern oder es von einmal pro Woche auf drei Tage verkürzen. Es ist auch möglich, das Präparat mehrmals am Tag anzuwenden. Beobachten Sie dabei ihre Gefühle und richten Sie sich nach Ihrer Empfindung und Intuition. Wenn man das Intervall verlängert oder verkürzt, kann nichts Negatives geschehen. Man hat immer die Möglichkeit, zurück auf jenes Intervall zu gehen, bei dem man sich am besten gefühlt hat. Haben Sie schließlich den passenden Abstand zwischen den einzelnen Anwendungen gefunden, behalten Sie ihn für längere Zeit, gegebenenfalls auch Monate, bei, je nach Entwicklung Ihres persönlichen Zustandes. Wenn Sie z.B. merken, dass am dritten Tag die Wirkung nachlässt, verkürzen Sie das Intervall wieder auf einmal alle zwei Tage. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass bei lang andauernden Krankheitszuständen das wöchentliche Intervall am besten geeignet ist. Wenn Sie feststellen, dass sich Ihre Probleme markant verbessern, können Sie beginnen, das Intervall deutlich zu verlängern.
  • Nach einiger Zeit, frühestens nach zwei Wochen, erhöhen Sie die zur Verdünnung bestimmte Wassermenge leicht  auf 2-3 Liter, in Funktion von Vitalitätsgrad, Alter und Schwere der Krankheit z.B. auch erst nach einem Monat oder später (siehe 5. Auflage von Speichel, Der heilende Saft, Kapitel Individuelle Bestimmung der Potenz). Wenn es scheint, dass die höhere Potenz keine Besserung gebracht hat, kehren Sie zur davor angewendeten Verdünnung zurück.
  • Bei lang andauernden chronischen und tief sitzenden Problemen hat die wiederholte und oftmalige Verabreichung über einen Zeitraum von mehreren Monaten sehr gute Ergebnisse gebracht. Es muss uns dabei bewusst sein, dass die sukzessive Umstimmung des Organismus aus einem lang andauernden, unerfreulichen Zustand auch einen längeren Zeitraum beansprucht. Bevor sich solche Probleme merklich bessern oder gar verschwinden, kann geraume Zeit vergehen. Wenn es trotzdem nicht gelingen will und Hindernisse auftreten, ist es ratsam, sich an einen erfahrenen Berater zu wenden. Außerdem stehen zwei Bücher mit vielen Details zum Thema Selbstbehandlung zur Verfügung: Speichel, Der heilende Saft und ergänzend auch Gesund mit Autopathie, Selbstbehandlung mit der homöopathischen Information des eigenen Körpers. Es wäre sinnvoll, diese in der eigenen Bibliothek zu haben, damit man auf sie beim Aufkommen von Zweifeln zurückgreifen kann. Da die Philosophie und die Methode der klassischen homöopathischen Behandlung, die bei Autopathie voll angewendet wird, nicht ganz einfach ist und sich von den gängigen Vorgängen unterscheidet, sollten wir zumindest  Grundkenntnisse besitzen, wenn wir uns selbst behandeln.
  • Wenn man sich nach längerer Zeit, beispielsweise nach einigen Wochen oder Monaten, entscheidet, die Wassermenge (Potenz) zu erhöhen, dann immer nur um einen Liter. Die Anwendungen mit dieser erhöhten Dosis wiederholt man. Das Intervall zwischen den Anwendungen kann man je nach gefühlter Wirkung anpassen, für gewöhnlich setzt man es einmal pro Woche an.
  • Wenn es zu einer Krise kommt, kann man die Frequenz der Anwendungen weiter erhöhen und nach dem Abklingen der Krise auf das ursprüngliche Intervall zurückgehen.
  • Wenn man das festgelegte Ziel erreicht hat, sich die lang andauernden Probleme also bessern oder gar  verschwinden, beendet man die Anwendungen entweder ganz, oder man verlängert das Intervall auf monatlich bzw.
    zweimonatlich. Die Verdünnung bleibt dieselbe.
  • Kehren die Probleme wieder zurück, beginnt man neuerlich mit der gleichen Wassermenge und im gleichen Intervall, wie man es vor der Verbesserung angewendet hat.
  • Die Verwendung von destilliertem Wasser in 1 Liter Flaschen ermöglicht eine genaue Dosierung für die Potenzierung. Leeren Sie das Wasser für die Potenzierung niemals in Messgefäße hinein, da diese eventuell Verunreinigungen enthalten und das Wasser kontaminiert sein könnte. Wir gießen das Wasser immer direkt aus der Originalverpackung in die autopathische Flasche. Die Flasche muss drei Monate nach der ersten Anwendung gegen eine neue ausgetauscht werden. Dadurch verhindert man, dass die Wirkung durch den „Erinnerungseffekt des Glases“ gestört wird.
  • Die Potenz kann im Laufe der Zeit immer wieder erhöht werden, aber immer nur um jeweils einen bis eineinhalb Liter. Die gleiche Potenz muss mehrmals wiederholt werden. Es besteht stets die Möglichkeit, auf eine niedrigere Verdünnung zurückzukommen, falls die höhere weniger wirksam sein sollte als die niedrigere. Als Anhaltspunkt dafür dienen wieder unsere Gefühle, Beobachtungen und die Intuition.
  • Regelmäßig vergleicht man anhand unserer Notizen den Ausgangszustand mit der jetzigen Situation. So erkennt man, was sich alles geändert hat. Die Änderungen notiert man ebenfalls.
  • Vor allem bei regelmäßiger Erzeugung des Präparates aus Leitungswasser ist die Verwendung eines Kohlefilters, der das Chlor aus dem Wasser entfernt, eine Erleichterung. Dieser wird auf den Wasserhahn im Badezimmer montiert und die autopathische Flasche dann unter das aus dem Filter fließende Wasser gehalten. Das Wasser darf überlaufen. Die Flasche lässt in einer halben Minute etwa einen Liter ( = 40C) durchlaufen, in einer Minute etwa 2 Liter (=80C), in eineinhalb Minuten etwa 3 Liter (=120C).
  • Trotz dieser Ausführungen ist vor allem bei komplizierteren Fällen die Beratung durch eine erfahrene und objektive Person sehr hilfreich, wenn nicht sogar notwendig. Wenn Sie nach eigenen Versuchen der Selbstheilung feststellen, dass Sie zu dieser Kategorie zählen, haben Sie immer noch die Möglichkeit, einen Berater aufzusuchen. Bei ernsten Zuständen kann ein erfahrener Berater von Anfang an hilfreich und wichtig sein. Aber es gilt dennoch, dass bei der Selbstbehandlung der Patient den Berater immer seltener konsultiert und sogar völlig unabhängig agiert, sofern der Zustand der Besserung nach und nach eintritt. Natürlich gibt es auch Zustände, die man weder bessern, geschweige denn heilen kann. Es hängt in einem großen Ausmaß von der Vitalkraft der jeweiligen Person ab. Die Buddhisten nennen diesen versteckten innerlichen Zustand Karma.
  • Keineswegs ist es Bedingung, dass eine erfolgreiche autopathische Behandlung nur möglich ist, wenn andere Heilungsmethoden ausgeschlossen sind. Autopathie kann als ergänzende und unterstützende Methode zu allen anderen Heilmethoden angewendet werden. Da ihre Wirkung auf der feinstoffigen Ebene erfolgt, kann sie grundsätzlich keinen Schaden anrichten.

Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

kurz Weitere Kursea

Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

mapa poradců

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