Ein paar philosophische Fragen

11.7.2015 | Jiri Cehovsky | jiri.cehovsky@alternativa.cz

Mich besuchte eine Frau, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich Autopathie für sich, ihre Kinder und die ganze Familie sowie ihre Freunde praktiziert. Sie überraschte mich mit einigen ungewöhnlichen Fragen.

Sie: Ich habe eine Freundin, die Familienkonstellationen besucht und sich sehr mit spiritueller und esoterischer Literatur beschäftigt. Sie ist auch Heilerin. Sie praktiziert ebenfalls Autopathie und war an mehreren Kursen. Wir diskutieren miteinander und sie sagte mir, ich solle aufpassen, dass ich nicht von der Autopathie abhängig werde. Was wenn es im nächsten Leben keine autopathische Flasche geben wird?

Antwort: Im Buddhismus, in dem zu ähnlichen Zwecken kleine, mit reinem Wasser gefüllte Gefäße, Kundika genannt, verwendet wurden, nennt man Mittel, die das Erreichen eines Zieles ermöglichen, „Expedient Means“ – geeignete oder praktische Mittel. Das sind jene Mittel, die uns zu gegebener Zeit zur Verfügung stehen. Sie stellen an sich nicht das Ziel dar. Meditationen, Kontemplationen, Familienkonstellationen, Gebete oder Kräutertees können ebenfalls ein solches Mittel sein. Oder ein Flugzeug. Wir nutzen es, um irgendwohin zu gelangen, aber sobald wir da sind, benötigen wir es nicht mehr. Diese Mittel sind gelegentlich auch austauschbar, wir nutzen beispielsweise das Eine, dann das Zweite und Dritte oder alle gleichzeitig und nähern uns ständig dem Ziel. Es gibt Menschen, die die autopathische Flasche beiseitegelegt haben, sobald sie gesund wurden, und sie verwenden sie nicht mehr…

Sie: Ich habe mein Ziel eigentlich erreicht, ich bin gesund und beschwerdefrei – und Beschwerden hatte ich früher genug. Aber ich habe nicht das Gefühl, am Ziel zu sein.

Antwort: Sobald wir ein Ziel erreicht haben, erscheint dahinter gleich ein weiteres. Manchmal verwendet man als Metapher eine Leiter. Die Welt ist im Kern stets unbefriedigend. Sobald wir etwas erreichen, wonach wir uns sehnen, zwingt uns unsere zugrundeliegende Unzufriedenheit dazu weiterzuklettern auf die nächste Sprosse. Ich erinnere mich an einen Mann, der mir vor langer Zeit erzählte, er habe jahrelang hart daran gearbeitet, reich zu werden und später seinen Reichtum zu vergrößern. Dann kaufte er sich das teuerste Auto, das es zu kaufen gab, und verfiel danach in völlige Hoffnungslosigkeit. Er sagte, geistige Literatur habe ihn gerettet.

Sie: Hm, aber was ist denn eigentlich „geistig“?

Antwort: Spirituell, geistig, in der buddhistischen Tradition feinstofflich, das sind alles unterschiedliche Begriffe für feinere, meist auch übergeordnete, organisatorisch höhere Ebenen des Universums. Auf der feinen, spirituellen Ebene befindet sich die Vorlage der materiellen Prozesse. Von hier aus verbreiten sich die Prozesse mittels der feinstofflichen Information (wir nennen sie Prana, Qi oder Vitalkraft) in die materielle Sphäre, die von unseren Sinnen wahrgenommen wird. Je besser wir auf diesen Informationsfluss eingestimmt sind, desto gesünder und harmonischer sind wir. Je verstimmter wir sind (durch Chemikalien, unharmonischen Menschen usw.), desto schlechter nehmen wir die Schöpferinformation an und unser Körper- und Geistsystem ist angegriffen. Wie wenn ein Radiosender verstimmt ist und die Musik im Rauschen untergeht. Jeder Mensch, aber auch jedes Lebewesen ist ein geistiges Wesen und besitzt seine eigene Schöpfermelodie. Wie jede Musik setzt sich diese aus Schwingungen zusammen, dem Ying und Yang – dazu verfügt es über ein Dualsystem, auf dessen Grundlage nicht nur unsere Computer, sondern das gesamte Universum funktioniert. Wie oben, so unten.

Sie: Mir kommt das ziemlich kompliziert vor. Auf welcher Sprosse der Leiter stehe ich denn eigentlich, wo soll ich meine derzeitige Situation, und auch die Autopathie, einreihen? Was soll ich meiner Freundin antworten, die so gebildet ist in esoterischen Belangen?

Antwort: Nun könnte ich die Flut der esoterischen Auslegungen der Autopathie loslassen, ihrer spirituellen, feinstofflichen Wirkung; ich könnte auch darüber referieren, wie sie sich positiv auf unser Karma auswirkt und somit unsere Chance auf eine bessere, höhere Wiedergeburt erhöhen kann…Doch ich möchte Ihnen lieber sagen, dass wir alle im Allgemeinen zu viel denken. Dauernd entwickeln wir irgendwelche Konzepte, mentale, esoterische, darwinistische, religiöse, wissenschaftliche usw. Gebilde… Die meisten sind nicht nützlich. Sie sind das Gegenteil von „Expedient Means“. Je mehr wir denken, desto unglücklicher sind wir. Ein einflussreicher Philosoph mit Namen René Descartes sagte im 17. Jahrhundert: „Ich denke, also bin ich.“ Womit er das Ganze auf den Kopf stellte. Richtig hätte es heißen sollen: Ich bin – und deswegen denke ich auch, trinke, esse, scheide aus, atme, rieche, schlafe, hasse, sehne mich, tue verschiedene Dinge, werde geboren und so weiter. All dies leitet sich von der Tatsache ab, dass ich bin. Je mehr ich das Wesentliche wahrnehme, dass ich bin, und je weniger ich mentalen Gebilden unterliege, desto glücklicher bin ich. Das Denken entsteht dort, wo die schöpferische Information, die aus dem Universum zu uns fließt und uns und unser Leben auf natürliche Weise bildet, auf Hindernisse stößt. Denken, das Bilden von Vorstellungen, Konzepten und innerer Dialoge ist eher ein Abfallprodukt. Oder haben wir uns unseren Körper etwa ausgedacht? Oder unsere Kinder? Wenn wir uns besser auf die Information direkt aus dem Universum einstimmen, beginnt alles besser zu funktionieren. Nach der Einnahme des Präparats aus Prana hat mir eine Reihe Leute gesagt, dass ihnen die Dinge in ihrem Leben plötzlich ganz von allein glückten, ohne große Anstrengung oder krampfhaftes Nachdenken, für die sie zuvor viel Anstrengung aufwenden mussten.

Sie: Und was heißt das nun für mich?

Antwort: Sich nicht zu sehr den Kopf zerbrechen. Alles was ist und lebt, stammt aus der universellen feinstofflichen Quelle. Entfernen wir mit geeigneten Mitteln die Dissonanzen, die die feine Schöpferinformation daran hindern, aus den höheren Ebenen des Universums zu uns durchzudringen, so beruhigt sich das zu viele Denken und schwindet. Es ist meist nicht nötig. Dann wird unsere Fähigkeit gestärkt, nach den Zeichen aus dem Universum zu handeln, aus dem hierarchisch übergeordneten Teil unserer Persönlichkeit, die uns auf ihrer höchsten Ebene allen gemeinsam ist, sodass wir Teil eines Ganzen sind. Diese sieht viel weiter, als was unsere materiellen Sinne und unser Denken sehen können. Das Denken ist jedoch der ganze Stolz unserer heutigen Zivilisation, die auf mentalen, oft gegensätzlichen Konzepten gründet; daraus entsteht dann die Illusion des Getrenntseins und auch großes Unglück, beispielsweise Gewalt. Das hat unter anderem zu zwei Weltkriegen geführt, zu Konzentrationslagern und zur heutigen ausgeklügelten Kriegsmaschinerie, die die Menschheit in einem halben Tag auslöschen kann. Ebenso die zurzeit herrschende Epidemie von Depressionen und psychischen Erkrankungen.

Sie: Jetzt fallen mir noch mehr Fragen ein.

Antwort: Antworten lösen immer neue Fragen aus. Das Denken ist ein unendlicher Prozess.

Sie: Aber wissen Sie was? Seit ich Autopathie nach Prana 5 mache, zwanzig Liter alle zwei Wochen, plagen mich mein aufdringliches Denken und meine Emotionen kaum mehr. Ich nehme das Leben mehr so, wie es ist, und die Dinge florieren.

Antwort: Wahrscheinlich rückt jetzt der Zeitpunkt näher, an dem Sie die Autopathie für sich nicht mehr brauchen werden.


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

kurz Weitere Kursea

Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

mapa poradců

Karte der Berater

Hier finden Sie einen Autopathie-Berater in Ihrer Nähe.

Berater finden