Colitis Ulcerosa und Autopathie

10.12.2012 | Ing. Jan Matyas | jan.matyas@email.cz

Colitis Ulcerosa, auch Proktokolitis genannt, ist eine schwere Erkrankung des Mast- und Dickdarms. Sie manifestiert sich in blutigem Stuhl, der aus den Geschwüren im Dickdarm entsteht. Es ist also eine chronische Entzündung des Dickdarms, deren Verlauf zwischen akuten Phasen und einer zeitweiligen Besserung schwankt. Die heutige Medizin erachtet sie als praktisch unheilbar. Menschen mit dieser Erkrankung nehmen in der Regel ihr Leben lang entzündungshemmende Medikamente. Reichen die Medikamente nicht aus, kommt es zur Operation, in der der am stärksten geschädigte Teil des Dickdarms entfernt wird.

Der Blickwinkel eines autopathischen Beraters oder Homöopathen ist jedoch ein anderer. Er sieht die Krankheit als ein Ungleichgewicht im Körper, die aufgrund einer Schwächung der die Gesundheit im Organismus sichernde Vitalkraft entstanden ist. Wenn wir die Vitalkraft also mit Autopathie (oder dem richtigen homöopathischen Arzneimittel) unterstützen, kommt es zu einer Verbesserung der vitalen Reaktion und somit zur Entfernung des Ausdrucks der Krankheit im Körper – in unserem Fall der Darmentzündung. Diese Theorie hat aber nur dann Sinn, wenn wir durch sie effektiv die Rückkehr zur Gesundheit bei der Behandlung von konkreten Personen bewirken können. Ich habe mehrere Klienten mit diesen Beschwerden, die es schafften, ihre Beschwerden loszuwerden. Hier zwei Beispiele:

Fall 1: Junger Mann, etwas über dreißig, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, freundlich, kommt Mitte 2010 zu mir. Sagt, sein Hauptproblem sein eine Colitis Ulcerosa, auch Proktokolitis  (idiopathisch = aus unbekannten Gründen), nimmt bereits rund 4 Jahre Medikamente dagegen ein. Es begann damit, dass er nicht essen konnte, Durchfall hatte, 3-4x mit blutigem Durchfall auf die Toilette musste. Zum Zeitpunkt der Konsultation ist er mehr oder weniger beschwerdefrei, mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt, hält Diät; nimmt er aber die Medikamente nicht ein oder hält sich nicht an die Diät, treten die Beschwerden innerhalb von 3-5 Tagen wieder auf, die Krankheit ist also bloß überdeckt, nicht geheilt. Abgesehen von diesen Beschwerden ist er insgesamt gesund, manchmal hat er nach einem Unfall Schmerzen in der Halswirbelsäule, er hat Fußnagelpilz, außerdem fallen ihm die Haare aus. Interessant war zudem, dass die Colitis Ulcerosa zu einem Zeitpunkt ausbrach, zu dem er viel Arbeit hatte, sich um mehrere Firmen und noch seinen eigenen Job kümmern musste. Der Fall deutete also auf eine chronische Entzündung (Dickdarm, Nägel, Haare) hin, deshalb wählte ich die wiederholte Autopathie aus abgekochtem Speichel – er nahm das AP stets jeden zweiten Tag, zuerst aus 3l, die er insgesamt 3x wiederholte, danach aus 4,5l, 2x wiederholt, dann aus 2x 6l und nach einer telefonischen Kontrolle machte er mit 2x 8l einmal in der Woche weiter und endete mit einmalig 10l. Bei der ersten Kontrolle nach 5 Wochen erfuhr ich, dass er nach etwa 10 Tagen autopathischer Behandlung von selbst die entzündungshemmenden Medikamente absetzte und alles zu essen begann. Dies bereitete ihm keinerlei Schwierigkeiten wie zuvor, als die Beschwerden spätestens nach 5 Tagen wieder auftraten; nun konnte er das ihm zuvor verbotene Bier trinken und fühlte sich trotzdem gut. In dieser Zeit unterzog er sich einer Kolonoskopie und Blutuntersuchung – das Blut war völlig in Ordnung, die Veränderungen im Dickdarm waren immer noch sichtbar, aber besser geworden. Jetzt fiel den Ärzten ein, dass es sich um Morbus Crohn handeln könnte, obwohl er keine Beschwerden hatte. Ich empfahl, mit der abgekochten Autopathie aus 10l alle 14 Tage weiterzumachen und sich bei wieder auftretenden Beschwerden sofort zu melden. Bei der Kontrolle nach 4 Monaten Autopathie war er immer noch absolut beschwerdefrei. Er meldete zudem, dass weitere Untersuchungen eine Morbus Crohn ausgeschlossen hätten, zudem hätte sich der Zustand des Dickdarms auch objektiv gebessert. Bei früheren Untersuchungen waren 2/3 des Darms von der Erkrankung betroffen, nun ist er mehr oder weniger in Ordnung, besonders das Dickdarmende, das immer betroffen ist. Er kaufte eine neue Flasche. Etwa zwei Wochen später rief mich der Klient an, die Beschwerden seien zurückgekehrt. Nach kurzem Gespräch wird der Grund für die Beschwerden deutlich – obwohl er eine neue Flasche erhalten hatte, verwendete er immer noch die alte mit der ursprünglichen Information über den Ausgangszustand. Auch aus anderen Fällen ist bekannt, dass es bei einer zu langen Verwendung der Flasche zu einem Relaps des Organismus in den ursprünglichen Zustand kommen kann. Deshalb ist es nötig, sie nach einer gewissen Zeit, normalerweise nach drei Monaten, auszutauschen. Noch bevor er mich anrief, nahm er seine ursprünglichen Medikamente ein, die aber nicht wirkten. Ich empfahl, die neue Flasche zu verwenden, wodurch sich der Zustand im Laufe des folgenden Tages besserte. Aufgrund der zurückgekehrten Beschwerden schlage ich während etwa drei Wochen abgekochte Autopathie aus 4 bis 8l, alle drei Tage, vor. Danach kehrten die Beschwerden nicht mehr zurück, der Klient setzte die Medikamente erneut ab und war ein ganzes Jahr beschwerdefrei. Zuerst einmal wöchentlich, dann einmal im Monat nimmt er Autopathie ein. Etwa nach einem Jahr Ruhe kam es erneut zu einer leichten Attacke mit dünnerem Stuhl ohne Blut, wo er mich präventiv anrief und während einiger Wochen die Autopathie öfter einnahm. Auch dieses Anzeichen eines Relaps schreibt er dem zu langen Gebrauch einer Flasche zu. Seit dieser Zeit ist sein Zustand langfristig auch ohne Medikamente gut, heute bereits seit über zwei Jahren. Auch die anderen Beschwerden gingen zurück, nur der Fußnagelpilz blieb als Erinnerung an die Entzündung im Organismus.

Fall 2: Junger Mann, Profisportler, kam mit der Diagnose akute Colitis Ulcerosa. Die Beschwerden begannen vor zwei Monaten, während der er tagsüber 6-10 Mal blutigen Durchfall hat; bessere Tage sind für ihn jene, an denen er nur morgens blutigen Durchfall hat. Während des gesamten Zeitraums nimmt er unterdrückende Medikamente ein, Antibiotika sowie zahlreiche entzündungshemmende Mittel und 60 mg Cortison täglich – ohne dass sich sein Zustand bessert. Natürlich fühlt er sich nicht gerade blendend, denn in diesem Zustand kann er nicht trainieren und es droht ihm das Ende seiner Karriere. Ansonsten lebt er als Sportler sehr gesund, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht. Neben einigen gängigen Beschwerden ist in seiner Krankengeschichte interessant, dass er vor zwei Jahren im Ausland Durchfall bekam. In dieser Zeit waren seine Lymphknoten am Hals und in der Leistengegend wiederholt geschwollen, was er mit Teebaumöl und Nahrungsergänzungsmitteln behandelte. Seitdem ist er auch mehr müde. Angesichts der klaren Indikation einer akuten sowie chronischen Entzündung im Körper (unter dem Gesichtspunkt der Autopathie erachte ich die genaue Lokalisierung als nebensächlich) schlug ich die Einnahme von abgekochtem Atem jeden zweiten Tag vor, dies dreimal aus 3l, dreimal aus 4,5l und zweimal aus 6l. Danach sollte er mich anrufen. Bei der telefonischen Kontrolle hatte sich die Situation bereits völlig gewandelt. Gleich während der ersten Woche hörte der Durchfall auf und das Blut verschwand aus dem Stuhl, Die Mykosen und Schwellungen der Lymphknoten akzentuierten sich jedoch, was aber nach zwei Tagen zurückging. In der zweiten Behandlungswoche trat ein heftiger Schnupfen auf und ein Gefühl wie bei einer Erkältung, beides verschwand gegen Ende der zweiten Woche. Der Klient nahm wieder an Gewicht zu, er musste sich endlich seit längerem nicht mehr einschränken im Essen. Meine Empfehlung: Weiterfahren mit der Einnahme jeden zweiten Tag, zuerst dreimal aus 6l und zweimal aus 7,5l, dann reduzieren auf 4,5l jeden fünften Tag (gefühlsmäßig fühlte er sich bei dieser Potenz am wohlsten, ich frage die Klienten, bei welcher Potenz sie sich am besten fühlen), immer noch aus abgekochtem Atem. Zur Kontrolle nach fünf Wochen erschien ein gesunder junger Mann. Die letzten beiden Wochen absolvierte er bereits wieder das volle Trainingsprogramm. Er berichtete, er habe sämtliche Medikamente unter der Aufsicht einer neuen Ärztin im Laufe von weniger als drei nach Beginn der Autopathie abgesetzt und nehme keine mehr ein. Sein Gesundheitszustand erlaubt es ihm nun, ein langfristiges Engagement im Ausland anzutreten. Seitdem sind rund 17 Monate vergangen, in denen er etwa einmal im Monat das AP aus 6-10l (nicht abgekochtem) Atem einnimmt. Nach etwa einem Jahr fiel ihm bei sehr starkem Stress ein häufigerer Stuhlgang (ohne Durchfall und Blut) auf, der aber sofort durch mehrere abgekochte AP behoben wurde. Während der gesamten Zeit ist er medikament- und beschwerdefrei.

Diese Beispiele zählen zu den besten und schnellsten aus meiner Praxis, natürlich stellen sich die Resultate nicht immer so rasch ein. Die Beispiele illustrieren aber gut, dass man mit Autopathie auch sogenannte chronische Erkrankungen heilen kann, die in der klassischen Medizin als unheilbar gelten. Bei Colitis Ulcerosa könnte es daran liegen, dass die chronische Entzündung eines so exponierten Organs wie dem Dickdarm nur schwer dauerhaft mit sog. entzündungshemmenden Medikamenten unterdrückt werden kann. Das Ergebnis der allopathischen Heilung kann eine zeitweilige oder langfristige Besserung der Krankheit sein, dies aber stets auf Kosten einer unterdrückten Immunität des Organismus und den weiteren, damit verbundenen Beschwerden. Demgegenüber stimuliert die Autopathie die Vitalkraft, die mithilfe des Immunsystems die Entzündung heilt. Das so gestärkte Immunsystem erlaubt normalerweise keinen zweiten Ausbruch der Erkrankung. Treten gewisse Beschwerden dennoch wieder auf, geschieht dies normalerweise allmählich und sie gehen meist nach einer Wiederholung der Autopathie rasch zurück. Sobald der Körper nämlich die Verantwortung für seinen Zustand übernimmt, kann er ihn besser gesund halten als wenn er von Medikamenten abhängt. Interessant ist auch die Erfahrung, dass es auch bei der gleichzeitigen Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten zur Genesung kommt, die aber keine langfristige Wirkung haben und aus Sicht der Wirkweise von Autopathie das Immunsystem eher blockieren.

P.S: Nachdem ich diesen Artikel geschrieben hatte, schaute ich den Begriff Colitis Ulcerosa auf der tschechischen Website von Wikipedia nach. Unter Chirurgische Therapie fesselte mich folgende Behauptung: „Bei Colitis Ulcerosa lässt sich die Erkrankung relativ gut behandeln. In Fällen, wo dies unabdingbar ist, wird der gesamte Dickdarm entfernt und der Kranke ist für immer von seinen Beschwerden befreit.“ Zweifellos – wenigstens der Beschwerden unter der Bezeichnung Colitis Ulcerosa.

 


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Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

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