Chance auf ein zweites Leben (Depression)

10.6.2015 | Marie Tajslova | marie.tajslova@centrum.cz

 

Beitrag von der Autopathie-Konferenz 2015

Einen schönen Tag mit Autopathie. Gerne teile ich heute mit Ihnen eine für mich spezielle Erfahrung aus meiner Praxis. Normalerweise bin ich es gewohnt, dass mich der Klient selbst aufsucht oder mich anruft. Dieses Mal brachten jedoch Verwandte eine Frau, 69 Jahre, mit schweren Depressionen. Sie hatte fast einen Monat nicht mehr geschlafen und konnte sich kaum auf den Beinen halten, kommunizierte nicht, hatte glasige Augen. Heute weiß ich, dass sie den Besuch bei mir gar nicht wahrnahm, ihr Bewusstsein war gar nicht anwesend.

 

Datum Kontrollen Kommentar Verabreichte Dosis
AP
14.07.2013 Die Schwester von Frau Alenka teilte mir mit, Alenka habe gemäß den Informationen ihres Sohnes bereits nicht mehr geschlafen, laufe und streife nur durchs Haus. Der Sohn fürchtet, dass die Mutter irgendwohin wegfährt und dann nicht mehr zurück-findet. Zurzeit nimmt sie 3 Arten Antidepressiva, 2 Schlafmittel, Mittel gegen Bluthochdruck, Cholesterinsenker, gegen Diabetes und tausende Medikamente gegen Rheuma. Bei der letzten Kontrolle beim Bezirksarzt wurde ihr das zweite, stärkere Schlafmittel verschrieben – weiter nichts. Bei der Dosierung des AP bin ich in unklaren Fällen üblicherweise sehr vorsichtig und verwende nur tiefe Potenzen. Ich riet also ihrer Schwester, die sich in den nächsten Tagen um Alenka kümmern wird, ihr das AP nach den Ratschlägen für die Zubereitung für eine andere Person (Mundschutz und Latexhandschuhe) zuzubereiten. 3x täglich C5
Korsakov.
15.07.2013 Die Schwester von Frau Alenka ruft mich ratsuchend an – diese schlafe angeblich seit der ersten Verabreichung des AP nur noch. Sie habe sie nur für die zweite Dosis Autopathie geweckt und sie sei gleich wieder eingeschlafen und schlafe weiter. Sie mache sich Sorgen um sie und wisse auch nicht, was mit der Einnahme ihrer regelmäßig einzunehmenden Medikamente zu tun sei. Ich wertete dies als guten Anfang, dass die Gesundung ganz sicher begonnen hat. Bezüglich der Medikamenten-einnahme empfahl ich, den Bezirks-arzt um Rat zu fragen. Weitermachen mit C5 Korsakov, 3x täglich.
  Tags darauf rief mich Frau Alenka selbst an! Sie habe wunderbar ausge-schlafen und wisse von ihrer Schwester, dass sie bei mir zur Konsultation gewesen sei. Sie wolle aber noch mehr AP einnehmen, um sich richtig auszuschlafen. Der Bezirksarzt habe dem Aussetzen der beiden Arten Antidepressiva und der zwei Schlafmittel zugestimmt. Dies stufte ich als positive Entwicklung ein und empfahl: 2x täglich C5 Korsakov und Kontrolle in 2 Wochen.
16.07.2013
28.07.2013 Die folgenden zwei Wochen rief mich Frau Alenka praktisch täglich an; lange bis unsinnige Telefonanrufe. Das Problem war offenbar, dass sie nachdem sie so aufgewacht war, wieder Antidepressiva einnahm, was die weitere Entwicklung nur komplizierte und bremste.  
  Bei der ersten „bewussten“ Kontrolle sah Frau Alenka schon wieder „wie ein Mensch“ aus. Aber! Es war immer noch nicht möglich, ein ausführ-liches Erstgespräch zu führen – sie registriert ihre Erkrankungen nämlich gar nicht (Bluthochdruck, Cholesterin usw.). Doch seit dem Tod ihres Mannes vor rund 30 Jahren hat sie das Gefühl, allen zur Last zu fallen, fühlt sich nutzlos für ihren Sohn und seine Familie, wo sie lebt. Diese Gefühle steigern sich über die Jahre, sie hat das starke Bedürfnis, sich dafür verantwortlich zu fühlen, wenn es bei den anderen nicht gut läuft, dass sie genug Geld haben, glücklich sind usw. Sie bemühte sich stets, so viel für ihren Sohn und seine Familie zu arbeiten, wie es ihr möglich war, doch mit zunehmendem Alter hatte sie weniger Kraft und das Gefühl, sie falle zur Last, wurde stärker und überdeckte die anderen physischen Schmerzen. Mit etwas Intuition schätzte ich die Situation ab und schloss, dass der Körper durch die Einnahme der Medikamente stark verschleimt sei. Jeden zweiten Tag  3x C5 Korsakov, dann 3x C10 Korsakov,
3x C15 Korsakov. Danach ½ l, jetzt in der autopathischen Flasche, Speichel abgekocht jeden zweiten Tag. Kontrolle in 3 Monaten, bei Problemen früher.
08.10.2013 Im September und Oktober rief Frau Alenka mehrmals an, sie habe nun das umgekehrte Problem. Sie ist immer schläfrig, fühlt sich aber schuldig, dass sie nicht so arbeitet, wie sie möchte.    
06.11.2013 Sie rief an sie wolle eine weitere „magische“ Autopathie. Sie habe angefangen, zufrieden und ohne Schuldgefühle zu schlafen. Sie hat mehr Energie und arbeitet mehr. Aber!!! Sie wird sich bewusst, dass sie auch für sich, nicht nur für die anderen arbeiten soll. Das ist ein Fortschritt!  
28.11.2013 Zur Kontrolle kam eine ganz andere Frau als vor 4 Monaten. Ihre Schwester vermittelte ihr den Umzug zu einem Bekannten, ebenfalls Witwer, weit entfernt von ihren Kindern. Sie ist entschlossen, vorläufig zur Probe umzuziehen, nimmt es jedoch als große Lebenschance wahr, eine Chance auf ein zweites Leben.   Neue autopathische Flasche – 1 Liter, Atem nicht abgekocht, jeden 2. Tag.
29.01.2014 Sie meldete sich 2 Monate lang nicht. Dann rief sie an, sie verliere wieder den Glauben ans Leben und die Lebensenergie. Ich wertete dies als Rückfall. Erhöht auf 1,5 l Atem nicht abgekocht, jeden 2. Tag. Kontrolle in 2 Monaten.
21.05.2014 Sie kam erst nach 4 Monaten zur Kontrolle – sie gab an, ihren Plan realisiert zu haben, sie zog zu jenem Herren, ist zufrieden und hat viel Kraft. Der Arzt setzte ihre Antidepressiva ab und beließ nur ein Medikament, das sie nur im Bedarfsfall einnahmen soll – bisher hat sie es nicht gebraucht. Sie kam mich bitten, ob es nicht möglich wäre, die Dosierung auf längere Intervalle zu verlängern, sie habe nämlich nicht so viel Zeit, sie müsse leben. Ich stimmte ihrem Gefühl bei und empfahl, die Dosierung schrittweise zu verlängern. Neue AF: Im 1. Monat 4x, im 2. Monat 3x. Im 3. Monat 2x. Immer 1,5 Liter Atem nicht abgekocht.
 
  Doch sie “pfiff” erneut auf die Kontrolle und holt lieber das Leben nach.    
02.01.2015 Ich lud sie zur Kontrolle ein. Sie kam sehr zufrieden, war sich sehr bewusst, dass das Leben sich so entwickelt, wie sie es sich einrichtet. Aber! Die Unzufriedenheit tauchte doch wieder auf – sie löst gerade ihre Beziehung zum Schwager. An die körperlichen Beschwerden hat sie gar nicht gedacht. Ich hatte das Gefühl, es handle sich um einen Rückfall. Sie will sich erneut lieber mit anderen als mit sich selbst beschäftigen. Neue AF, 3 l nicht abgekochter Atem. Im 1. Monat 4x, im 2. Monat 3x, im 3. Monat 2x.
 
06.01.2015 Ich erhielt eine SMS: „Vielen Dank für alles. Ich weiß nicht, warum nicht alle Menschen nicht auch das AP verwenden. Das Leben wäre doch für alle so einfach.”    

 

Abschließend stimme ich Frau Alenka bei. Autopathie ist die Chance auf ein gutes Leben – nicht nur des Einzelnen, sondern der gesamten Menschheit.

 


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

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Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

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