Autopathische Selbstbehandlung und Behandlung von Pflanzen

9.9.2011 | Ludmila Vranova | ludmila.vranova@tiscali.cz

An der Konferenz im Januar 2011 gehaltener Vortrag.

1) Es ist wohl was dran

  • Bekanntschaft mit Autopathie machte ich zufällig, als ich in einer Zeit, in der mich stark das Rheuma plagte, im Internet nach Kräutern suchte.
  • Sie faszinierte mich durch ihre Einfachheit, ihre Zugänglichkeit und ihr homöopathisches Prinzip.
  • Auch fesselten mich die Erfahrungsberichte jener, die sie ausprobiert hatten, sowie die      Erfahrungen des Autors, der sie „erfunden“ hatte und sie propagiert.

2) Ich probierte sie aus

  • Am 24. März 2009 begann ich nach Anleitung mit Autopathie, zuerst mit einer Verdünnung von 1 Liter und einer Einnahme von 2x pro Woche.
  • Die Auswirkungen zeigten sich innerhalb von 12 Stunden nach Einnahme und nahmen allmählich zu. Es ging dabei um Hautausschläge an verschiedenen Körperstellen, stärkere Gelenkschmerzen hier und dort sowie eine markante psychische Erleichterung.
  • In dieser Zeit machte ich gerade eine „Krise“ aufgrund meines Rentenalters durch, war aber  paradoxerweise beruflich stark ausgelastet, weil ich nach längerer Arbeitslosigkeit plötzlich mehr      als genug Arbeit hatte. Ich erwähne dies wegen der Ängste, die mich neben dem Rheuma belasteten. Die Autopathie wirkte beinahe magisch – die Ängste verschwanden praktisch sofort.
  • Freudig machte ich den ganzen April über weiter, die Gelenkschmerzen ließen nach, verschoben sich aber auch, die Knieschmerzen (vor der Autopathie konnte ich mich beim Treppenlaufen gar nicht auf das Bein stützen) ließen so sehr  nach, dass ich sie im normalen Gebrauch gar nicht mehr wahrnahm, die Haare fingen wieder an, dort zu wachsen, wo sie zuvor ausgefallen waren.
  • Was sich nicht besserte, war der Pilz unter dem großen Zehennagel und brüchige bis splittrige Fingernägel. Was sich auch nicht änderte, waren meine Verdauungsprobleme (der Verdauungsvorgang verläuft nicht vollständig, der  jahrelange Durchfall führt offenbar dazu, dass ich nicht genügend Stoffe zur Nagelbildung habe), die wahrscheinlich mit dem durch den Verlust der      existenziellen Sicherheit verursachten Stress aus der Zeit meines Arbeitsplatzverlusts zusammenhängen.

3) Ich erhöhte die Belastung

  • Im Beruf  stieg der Druck bezüglich meiner Leistung, es näherte sich der entscheidende Augenblick und ich arbeitete mit der Autopathie auf vollen Touren. Als mich eine Virusinfektion befiel, verschaffte die Autopathie Linderung, ich unterdrückte erfolgreich eine Grippe, ich fühlte mich erschöpft, achtete aber nicht darauf.
  • Ich erhöhte die Verdünnung auf 200, 300 bis 600 im einwöchigen Rhythmus, aber die magische Wirkung blieb aus, wobei die erreichten Besserungen anhielten, d.h. die Gelenkschmerzen waren viel schwächer und psychisch fühlte ich mich viel freier, aber es meldete sich Müdigkeit.
  • Im Juni erbrachte ich die geforderte Leistung, doch die Müdigkeit ließ nicht nach, meine privaten Beziehungsprobleme verstärkten sich und Ende Juni erwartete mich eine Operation wegen meines Plattfußes (der zweite Zeh kreuzte sich mit dem großen Zeh).

4) Pflanzen

  • Die Idee, dass ich mit Autopathie alles schaffe, verließ mich nicht, sondern verstärkte sich im Gegenteil noch, als ich begann, meine Pflanzen zu behandeln und die Wirkung der Autopathie durch viele Pflanzen bestätigt erhielt, deren verkrümmte Blätter sich erneuerten und nach dem Dahinvegetieren plötzlich aufblühten und „gesund“ wurden, zu knospen begannen und Blüten mit      glatten, glänzenden Blättern machten.
  • Die gleichen guten Erfahrungen machte ich mit einer verkümmerten Passionsblume, einem mit Schädlingen befallenen Rosmarin usw.

5) „Pause“, Fuß-OP

  • In dieser Zeit, etwa Mitte Juni 2009, beriet ich mich bei einem Treffen in Brünn mit Herrn Cehovsky über die Verdünnung und die Geschwindigkeit, mit der ich sie erhöhte. Außerdem sprachen wir darüber, dass sich vom Gesichtspunkt meiner Gesundheit nichts tue. Den Rat, ich solle zurück zu der Verdünnung,      bei der ich die Wirkung am stärksten als positiv empfunden hatte, nahm ich an und ging mit der Verdünnung auf 3 Liter, also 180 C, zurück.
  • Aber es änderte sich nichts, weder zum Guten noch zum Schlechten. Wie wenn die Wirkung innegehalten hätte.
  • Dann folgte die Plattfuß-Operation, die Ferien begannen, der operierte Fuß sollte belastet werden, deshalb fuhr ich mit dem Auto aufs Land und begann, den operierten Fuß zu gebrauchen und zu belasten, aber mit Mühe. Die Genesung zog sich dahin. Mit und ohne Krücken verlor ich das      Gleichgewicht – körperlich und seelisch.
  • Die Gelenkschmerzen kehrten zurück und mit ihnen die meisten „geheilten“  Symptome, also Beklommenheit, Unzufriedenheit, Angst, Bewegungsprobleme und in ungekanntem Ausmaß auch die Müdigkeit.
  • Auch dies veranlasste mich nicht zu mehr Ruhe. Im August fuhr ich in Urlaub ans Meer, dort sonnte ich mich, schwamm und „behandelte mich mit Salzwasser“.  Am zweiten Tag nach meiner Ankunft schlug ich mir durch den Fall auf einen scharfen Stein im Meer ziemlich heftig die Stirn (genau an der Stelle des  „dritten Auges“) auf. Aber auch dies veranlasste mich nicht zum Innehalten. Ich hatte meine selbst hergestellte „Wundersalbe“ dabei, welche die tiefe Wunde an der Oberfläche heilte. Bei Druck auf die Stelle spürte ich aber einen starken Schmerz, weil die verheilte Haut den geprellten Knochen lediglich verdeckte.
  • Die autopathische Flasche hatte ich nicht dabei, aber ich stellte sie mir mit der sog. „Eimermethode“ aus gekauftem Quellwasser täglich morgens her. Ich bemühte mich um eine Verdünnung von 40 C aus dem Flaschenverschluss. Es traten Hautausschläge aus und das Gesamtgefühl zeigte an, dass ich mir etwas Gutes tue.

6) Zurück zum Ausgangspunkt

  • Nach der Rückkehr aus dem Urlaub erwartete mich ein weiteres Schuljahr mit viel Arbeit, keine Pause, um die Erlebnisse zu verarbeiten, sondern ein scharfer Start“.
  • Gelenkschmerzen, Nervosität, Unzufriedenheit und weitere Unannehmlichkeiten waren meine      täglichen, uneinheitlich lange dauernden Begleiter.
  • Bei den Nägeln ging der Pilz unter dem großen Zehennagel stark zurück. Ich nahm Autopathie in der Potenz von ca. 120 C ein, aber nichts passierte.
  • Nur      Ausschlag an verschiedenen Körperteilen – ich sah es als Reinigung des      Organismus an. Die Beklommenheit kehrte zurück und machte es sich gemütlich.
  • Bei meinen Wochenendaufenthalten „auf dem Land“ versuchte ich, die Pflanzen zu behandeln, was mir gut gelang. Ein völlig verkümmerter Basilikum lebte wie durch ein Wunder auf, ich versuchte, die Rosen, die ich in der Region Vysocina nicht behandelt worden waren, zu retten und es gelang. Um mich stand es aber nicht gut. Die Autopathie schien irgendwie nicht zu funktionieren. Die „zurückgekehrten“ Gelenkschmerzen und die Müdigkeit waren riesig, die Laune auf dem Gefrierpunkt. In diesem Zustand fuhr ich zur Kur. Vor meiner Abreise arbeitete ich „mit Vollgas“, weil ich für mich eine einmonatige Vertretung mit allem drum und dran organisieren musste. Im      Kurbad waren die Bedingungen für eine gute Erholung nicht gegeben.
  • Während meines Aufenthalts las ich die Bücher, die ich in die Finger bekam, besuchte Kulturveranstaltungen und nichts geschah. Mit der Autopathie machte ich wie während des Urlaubs weiter – mit einer Verdünnung von ca. 40 C. Auch jetzt traten Hautausschläge auf. Ich dachte, diese „Reinigung des Organismus“ werde bis zu meinem Tod anhalten.
  • Auf dem Heimweg hatte ich auf der Autobahn einen Unfall – der rechte Vorderreifen platzte bei einer Geschwindigkeit von 140 km/h.
  • Die erwarteten Begleiterscheinungen blieben nicht aus. Dennoch schaffte ich es nach Hause. Müde, mit eingeklemmtem Nerv im Lendenbereich, erstarrtem rechen Bein und mieser Laune, aber dennoch überzeugt davon, dass ich das alles zurechtbiegen, zum „ordentlichen System“ der Autopathie zurückkehre und alles besser werde.

7) Aktueller Zustand aus Sicht der „subjektiven Beschwerden“

  • Nach der Rückkehr aus der Kur erlebte ich die Reaktion darauf als absolute Erschöpfung, die Gelenkschmerzen in der Hand waren sehr stark.
  • Die Müdigkeit war enorm, der Nerv immer noch eingeklemmt, meine Fingernägel sind brüchiger und splittern mehr.
  • Ich ging zu meinem Physiotherapeuten, der den eingeklemmten Nerv löste.
  • In der Autopathie begann ich mit der Verdünnung von 120 C, 3 x in der Woche, als Medium kombiniere ich Atem und Speichel zusammen und fühle eine Besserung.
  • Wenn ich fühle, dass eine Viruserkrankung im Anmarsch ist, nehme ich unabhängig vom obigen Rhythmus AP aus reinem Atem in der Verdünnung 120 C ein und fühle ebenfalls eine Besserung. Seit dem 1. Dezember wurde ich mit drei Grippe- oder Virusangriffen fertig, ohne dass es zur Phase erhöhter Temperatur kam.
  • Müdigkeit und Probleme beim Treppensteigen halten an, der seelische Zustand ist ganz und gar nicht ausgeglichen, die Arbeit empfinde ich trotz gelegentlicher positiver Erlebnisse als unerbittlichen Druck.
  • Ich erhöhe die Verdünnung regelmäßig, aktuell bin ich bei 200 C.

8) Was sind die Schlussfolgerungen und wie geht es weiter?

  • Autopathie als Methode zum Ausgleich der Gesundheit funktioniert.
  • Sie ist praktisch und eignet sich gut, weil sie stets zur Hand ist (d.h. im Notfall kann sie auch ohne autopathische Flasche durchgeführt werden).
  • Sie ist ein System zur dauerhaften Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit.
  • Sie ist anspruchsvoll, erfordert Konzentration und die Fähigkeit, über sich nachzudenken, eine nüchterne Betrachtung seiner selbst sowie Ehrlichkeit.
  • Sie kann nur wirken, wenn der Mensch erkennt, dass sein Leben und seine Gesundheit das höchste Gut sind, das er schützen muss – bei sich und seinen Angehörigen.
  • Sie sollte mit Beratung kombiniert werden; ein erfahrener Homöopath und Autopath kann mit eine auf Erfahrungen basierenden Rat zur Seite stehen.
  • Sie sollte respektvoll angewendet werden, weil sie sehr „jung“ ist, obwohl ihre Wurzeln über 3000 Jahre zurückreichen.
  • Da sie wiederentdeckt wurde, sollte sie sich weiterentfalten!
  • Das weitere Vorgehen hängt von dem ab, der Autopathie anwendet. Aus eigener Erfahrung kann ich vor ihrem Missbrauch warnen, auch wenn dies „in guter Absicht“  geschieht.
  • Gut wäre eine Art Erfahrungsaustausch, zum Beispiel über ein Internetportal. Der Austausch wird aber nur etwas bringen, wenn ihn jemand „verwalten“, die Erfahrungen sammeln und auswerten und sie professionell bearbeiten wird. Dies ist die Aufgabe, die vor uns liegt. Wer sich ihrer annimmt, wird die Autopathie einen Schritt nach vorn bringen.

Aus der Diskussion während der Konferenz:

Jiri Cehovsky meinte, der Beitrag sei ein gutes Beispiel dafür, dass es auch bei der Selbstbehandlung wichtig sei, die neuen Entwicklungen in der Autopathie zu beobachten.

Der Fall eignete sich besonders dafür, als Ausgangsmaterial durch Abkochen sterilisierten Speichel, gegebenenfalls Atem, zu verwenden, eine über ein Jahr alte Methode. Bleibt die positive Entwicklung eines Falles stehen, gilt es, diese Methode zu verwenden.
Außerdem wurde nicht die gesamte Skala der möglichen Potenzen bis zu 1M (25l) und höher noch die Technik „warten und beobachten“ ausgenutzt, die oft eine Genesung ermöglicht und bei einer mehr als einjährigen Behandlung mit regelmäßiger Wiederholung des Präparats verwendet werden sollte. Die allmähliche Erhöhung der Potenz auf die optimal funktionierende Höhe ist die Grundregel.

Der Beitrag zeigte überdies die allgemein bekannte und veröffentlichte Tatsache, dass die Potenz nach Korsakov (im Flaschenverschluss) meist bei der Behandlung chronischer Beschwerden keine positive Wirkung bringt, wohingegen sie zur Behandlung akuter Zustände und Verletzungen bis zu einer Potenz von 30 C lohnenswert sein kann.

Über die autopathische Behandlung von Pflanzen haben wir bereits von verschiedener Seite aufmunternde Referenzen erhalten. Schade, dass eine detaillierte Beschreibung der praktischen Behandlung fehlt.

 


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

kurz Weitere Kursea

Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

mapa poradců

Karte der Berater

Hier finden Sie einen Autopathie-Berater in Ihrer Nähe.

Berater finden