Autopathie – eine Zusammenfassung

14.7.2012 | Jiri Cehovsky | jiri.cehovsky@alternativa.cz

Um die Zusammenfassung richtig zu verstehen, sollten Sie das Buch Speichel, Der heilende Saft, 4. erweiterte Ausgabe gelesen und/oder einen Kurs absolviert sowie die Artikel auf dieser Website gelesen haben, insbesondere Autopathische Detoxikation 1 und 2 sowie Heilung durch feinstoffliche Potenzierung d. eig. Atems.

Innerhalb ihrer 10 jährigen Anwendungspraxis wurden in der Autopathie mehrere Herstellungs- und Anwendungsmethoden, deren Einsatz nach der Art der Beschwerde variiert. Damit wurde die ursprünglich simple Methode etwas komplizierter, ist aber dank des einfachen Prinzips, auf dem sie fuβt, immer noch sehr übersichtlich und einfach anzuwenden. Sie ist dadurch jedoch auch wirksamer geworden – einerseits durch die Herstellungsmethode des autopathischen Präparats (AP) in der autopathischen Flasche (AF), andererseits in ihrer Anwendung und der Verdünnung. Es gilt jedoch zu sagen, dass es erst zu „komplizierteren“ autopathischen Anwendungen kommt, wenn im Verlauf der Heilung festgestellt wird, dass der spezifische Fall in seiner Art schwierig ist und die Gesundheit durch die einfache Einnahme des Präparats nicht vollständig wiederhergestellt werden kann, auch wenn in gewissen Bereichen eine Verbesserung erzielt wurde. Das bedeutet, dass sich die Autopathie also auf einer breiten Skala bewegt – von der einfachen Einnahme bei relativ einfachen Fällen chronischer (früher unheilbarer) Erkrankungen bis zu komplexeren Strategien in Fällen, die dies erfordern.

Einmalige oder wiederholte Verabreichung

1) Handelt es sich um einen vitalen Menschen mit einfacher Pathologie, deren Symptome nicht zu stark durch chemische Medikamente unterdrückt wurden (Säugling mit leichtem Ekzem oder Husten, junge Frau mit schmerzhafter Menstruation, eine einfache, akute Erkrankung wie Grippe), reicht die Verabreichung einer Dosis aus Speichel oder Atem in der Verdünnung (Liter Wasser), die der Vitalität dieser Person entspricht, üblicherweise zwischen 3 und 9l. Danach „abwarten und beobachten“. In vielen in meinen Büchern beschriebenen Fällen vermochte diese einmalige Verabreichung des AP mit der Zeit die verlorene Gesundheit wieder herzustellen. Die erneute Einnahme des Präparats ist in diesen Fällen beispielsweise erst nach Jahren wieder erforderlich, gleich zu Beginn von wiederkehrenden Symptomen, meist in etwas höherer, einmaliger Potenz als bei der letzten Einnahme.

2) Eine regelmäβig wiederholte Verabreichung – ist zu Beginn einer Behandlung hauptsächlich in folgenden Fällen nötig:

  • Klient nimmt regelmäβig Medikamente
  • Klient leidet unter einer langjährigen, chronischen Erkrankung. Im Fall einer dynamischen oder lebensbedrohlichen Pathologie, ist eine sehr kurze Anwendungsfrequenz erforderlich, (z.B. täglich),  sich langsam entwickelnde Krankheiten benötigen einen längeren Intervall. Da unsere Vitalität, und dadurch auch die Reaktionsfähigkeit auf das AP, in der heutigen Zeit durch eine Reihe von Einflüssen gemindert wird, eignet sich diese Methode zu Beginn der Behandlung bei den meisten meiner Fälle. Als im Allgemeinen geeignetstes Anwendungsintervall hat sich in meiner Praxis eine Woche bewährt. Sobald die Symptome nach dem Hering’schen Gesetz (von innen nach außen, von der Psyche zur Haut) zu schwinden beginnen und gegebenenfalls vorübergehend alte Umkehrsymptome auftreten, können wir den Zeitraum deutlich verlängern (z.B. auf einen Monat) oder die Verabreichung ganz aussetzen und zur Strategie „abwarten und beobachten2 übergehen – siehe Punkt 1). Anschließend verabreichen wir in der Regel eine einmalige Dosis, gleich zu Beginn, falls die Beschwerden wieder zurückkehren. Es ist gut, eine AF vorrätig zu haben und sie einzusetzen, sobald dies nötig ist.

Die Verdünnung kann auch schrittweise erhöht werden, so etwa um eineinhalb Liter beispielsweise einmal wöchentlich, einmal alle zwei Wochen usw., bis die Verdünnung erreicht ist, bei der das Präparat am besten wirkt. Dies kann der Klient am besten nach eigenem Gefühl abschätzen.

  • Anwendungshäufigkeit: täglich, jeden zweiten Tag, wöchentlich, monatlich, je Dynamik der Krankheit und Höhe der nach Vitalitätsgrad festgelegten Potenz. Personen mit ernsten Beeinträchtigungen innerer Organe haben eine schwächere Vitalität, Personen mit oberflächlicheren Erkrankungen eine höhere – dem entsprechen niedrigere und höhere Potenzen. Potenzen aus einem Liter können täglich oder jeden zweiten Tag verabreicht werden, insbesondere dann, wenn sich die chronische Krankheit dynamisch entwickelt, sehr kräfteraubend für den Patienten ist (schwache Vitalität) und ihn stark beeinträchtigt.
  • Falls wir bei der regelmässigen Verabreichung beobachten, dass die positive Veränderung nicht bis zur Verabreichung der nächsten Dosis anhält, verkürzen wir das Intervall, damit es nicht zu einem Relaps kommt. So lässt z.B. die positive Wirkung am fünften Tag nach, als verabreichen wir das Präparat jeden vierten Tag. Zugleich können wir auch die Verdünnung leicht erhöhen, was zur langfristigen positiven Wirkung beiträgt.
  • Falls wir bei der Gesamtanalyse der vorgängigen Wirkung begründet der Meinung sind, das Präparat wirke ungenügend oder gar nicht, müssen wir die Wassermenge erhöhen. Bei regelmäβiger Verabreichung erhöhen wir normalerweise um 1,5l bis 3l, und zwar so lange, bis wir eine Heilreaktion beobachten, die sich in einer deutlichen Verbesserung (besserem Gefühl) oder einer vorübergehenden, kurzen Krise, gefolgt von einer Besserung äuβert. Ein gutes Intervall bei langfristigen Zuständen ist eine Woche, kann aber auch kürzer, z.B. 3 Tage, sein. Wird eine deutliche Reaktion erzielt, so fahren wir mit der Verabreichung der Potenz, die dazu geführt hat, fort, oder verlängern den Zeitraum beispielsweise auf einen Monat. Falls es bereits zu einer signifikanten Besserung der Beschwerden gekommen ist, können wir die Verabreichung aussetzen und zum Prinzip „warte und beobachte“ übergehen.

Verschiedene Herstellungsarten

Die Anleitung zu allen vier Herstellungen finden Sie hier.

Auch wenn ich in den ersten Jahren ausschließlich die Herstellung aus Speichel empfahl und damit ausgezeichnete Ergebnisse erzielte, empfehle ich gegenwärtig in meiner Heilpraxis als Grundprinzip vorwiegend die Herstellung aus dem Atem der behandelten Person. Am geeignetsten ist das Durchblubbern des Wassers in der Flasche durch das langsame Ausatmen aus beiden Nasenlöchern. Mit diesem Präparat schließe ich stets auch eine Verabreichungsreihe ab, beispielsweise falls zuvor eine Potenz aus sterilisiertem Speichel oder Atem (siehe weiter unten) verabreicht wurde. In der letzten Zeit zeigte die neue, funktionierende Möglichkeit der Herstellung einer autopathischen Potenz aus Atem ihre Wirkung auch bei Säuglingen und Tieren, bei denen eine Herstellung aus Atem bisher nicht möglich war. Die autopathische Flasche legen wir im verschlossenen Plastiksäckchen für eine Stunde an einen kühlen Ort, z.B. in den Kühlschrank. Anschließend wird die Atemluft aus der Nase durch die leere Flasche geblasen, indem wir das kürzere Röhrchen gleich nach dem Einatmen und kurz vor dem Ausatmen ans Nasenloch halten. Man kann jetzt kurz den Mund der behandelten Person mit der Hand bedecken, auf diese Weise wird automatisch durch die Nase aus- und folglich in die Flasche hineingeatmet. Das Innere der Flasche beschlägt. Danach gießen wir die empfohlene Wassermenge durch die Flasche, genau wie bei den bisherigen Herstellungsarten. Diese wirksame Herstellung entdeckte eine meiner Klientinnen, als sie ihrem Hund ein AP aus Atem machen wollte.

  • Bei Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen und immer dann, wenn Verdacht auf übermässige Mikroorganismen, Chlamydien – beispielsweise bei MS, Candida – etwa bei Krebs, Toxoplasmose – z.B. bei Schizophrenie, Viren, Bakterien usw. besteht (siehe mein Artikel Autopathische Detoxikation), empfehle ich die autopathische
    Behandlung mit einer einmaligen oder wiederholten Dosis AP aus durch Abkochen sterilisiertes Material einzuleiten. In diesem Fall ist das Grundmaterial der morgendliche Speichel. Bei Autoimmunerkrankungen, etwa der Leber, bei MS oder Depressionen hat es sich bewährt, mit sterilisiertem
    Manchmal genügt es, die Behandlung mit einer Dosis durch Abkochen sterilisierten Materials zu beginnen und dann mit der Potenz aus nicht abgekochtem Atem weiterzumachen. Diese sollte etwas höher als die vorgängige sein.Die Potenz aus durch Abkochen sterilisiertem Material verabreichen wir nie grundlos zu lange und überschreiten nie die Verdünnung 1M (25 l). Eine weitere Erhöhung der Wassermenge erwies sich nicht als nutzbringend. Die längere Verabreichung als ein Jahr des sterilisierten Präparats brachte üblicherweise keine positive Weiterentwicklung der Gesundheit. Bei längerfristigerer Einnahme des durch Abkochen sterilisierten Präparts muss hin und wieder eine Potenz aus nicht abgekochtem Atem dazwischengeschoben werden.

    Manchmal kam es dagegen vor, dass eine einzige Dosis sterilisiertes Präparat eine langfristige Wirkung erzielte und nicht wiederholt oder mit einer Potenz aus nicht abgekochtem Atem ergänzt werden musste. In diesem Fall warten wir ab und beobachten. In der Regel wiederholen wir die Verabreichung in höherer Potenz bei ersten Anzeichen, dass die Erkrankung zurückkehrt.

    Die Verabreichungsserie aus durch Abkochen sterilisiertem Präparat beenden wir mit der Verabreichung eines Präparats auch reinem, nicht abgekochten Atem (gegebenenfalls Speichel), im Prinzip in höherer Potenz als die zuvor verabreichten Dosen.

    • Es kam vor, dass es bei der Verabreichung einer für den konkreten Fall zu niedrigen Potenz des Präparats, beispielsweise nur aus einem Liter bei einer Person mittlerer Vitalität, zu keinen merklichen Veränderungen des Gesundheitszustands kam. Ein solcher Fall weist stets auf eine zu tiefe Potenz hin, die erhöht, beziehungsweise allmählich angehoben werden muss. Bei längerfristigerer Wirkung kann eine Potenz auch ihre Wirkung verlieren und der Organismus reagiert nicht mehr darauf – sie muss um mindestens 1,5l oder das doppelte der vorgängigen Dosis erhöht werden.
    • Zu Beginn der Behandlung hat es sich bewährt, die Reaktion durch eine wiederholte Erhöhung der Potenz anzukurbeln, zuerst aus abgekochtem, dann aus reinem Atem. Beispiel: Erste Dosis 3 l Speichel abgekocht, zweite Dosis nach einer Woche 6 l Speichel oder Atem abgekocht, dritte Dosis nach einer Woche 9l Atem ohne Abkochen.

    Im Behandlungsverlauf kann die Potenz des Atems aus der Nase um 4-6l (um 2-3 Minuten Durchfluss bei überlaufendem Einfülltrichter) erhöht werden, falls eine Beschwerde anhält, die nach einer Woche oder 14 Tagen wiederholt wird, bis eine deutliche, gefühlsmäßige Reaktion stattfindet (meistens Erleichterung oder eine kurzfristige Verschlechterung). Danach stoppen und Entwicklung beobachten. Beim reinen Atem gibt es keine Obergrenze der Verdünnung. Ich hatte beispielsweise Erfolg mit dreißig (bei einer jungen Frau) und vierundvierzig Litern (bei einem 63jährigen Mann), wo die wiederholte wöchentliche Verabreichung angehalten wurde und die Entwicklung anschließend zufriedenstellend verlief.

    Alle beschriebenen Beobachtungen und Empfehlungen gelten selbstverständlich auch für die Selbstheilung.

 


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

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Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

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