Autopathie, die in Vergessenheit geratene Methode

28.5.2013 | Jiri Cehovsky | jiri.cehovsky@alternativa.cz

Gedruckt in der Zeitschrift Regena 4/2013

Für das körperliche und geistige Wohlbefinden des Menschen ist das feinstoffige Energiesystem von zentraler Bedeutung. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, nannte es vor 200 Jahren “Vitalkraft”, in der traditionellen indischen Medizin wird sie “Prana”, in der chinesischen “Qi” genannt. Wenn wir von Energie sprechen, meinen wir diese natürlich nicht im physikalischen Sinn. Es handelt sich um etwas “Spirituelles”, wie Hahnemann sagt, oder etwas “Feinstoffiges”, wie es die Buddhisten nennen. Also eher ein Informationsfluss, der uns mit höheren Daseinsebenen verbindet und auf der materiellen Ebene unsere Lebensenergie schafft, uns organisiert und uns, falls er richtig funktioniert, Harmonie und Glücksgefühle vermittelt. Ist der Fluss hingegen gestört, verschwinden Harmonie und Glück und es entstehen Erkrankungen. Dieses Modell können materialistisch ausgerichtete Gesundheitsysteme natürlich nicht akzeptieren, doch dieses “Ignorieren” trägt einen großen Teil zur ungewohnten Zunahme chronischer, “unheilbarer” Beschwerden in der modernen Gesellschaft bei. Die uralte Weisheit der Menschen bietet jedoch seit jeher auch Mittel, wie der gestörte Fluss von Prana verbessert und harmonisiert werden kann. Einige hierfür vorgesehene Methoden wie Akupunktur, Homöopathie und Yoga sind allgemein bekannt, doch es gibt auch eine Methode, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geriet.

Maitreya, der Buddha der Zukunft, ist oft dargestellt mit einer Kundika zu seiner Linken. Es enthält reines Wasser, das heilt. Ein Detail eines alten Anhängers in der tibetischen Tradition.

In alter Zeit trugen die buddhistischen Mönche auf ihren Wanderungen in einer eigenen Tasche ein Wassergefäß mit sich, die sogenannte Kundika. Davon schreibt bereits der chinesische Reisende Yi Jing,  der im 6. Jahrhundert nach Indien reiste, um dort die Gewohnheiten und die Lebensweise der Mönche zu studieren. Das Gefäß war aus gebranntem Ton und unterschied sich dadurch von anderen Gefäßen, dass es seitlich eine Öffnung hatte, durch die das von oben eingegossene Wasser ungehindert abfließen konnte. Es handelte sich also eher um ein Durchflussgerät. Seinen Zweck erwähnt Yi Jing in seinem Buch nicht, auch in der Gegenwart, in den Beschreibungen von Museumsstücken, finden wir keine zufriedenstellende Erklärung. Yi Jing sagt nur, dass das in der Kundika verwendete Wasser rein und “unberührt” sein muss. Bis zu hundert kaputter Kundikas fanden Archäologen in der Nähe von untergegangenen buddhistischen Klöstern, hauptsächlich auf Müllhalden. Dies beweist, dass die Kundika ursprünglich kein zu Verehrungen verwendeter Ritualgegenstand war, sondern eher ein Alltagsgegenstand. Der Begriff Kundika stammt eindeutig vom Wort Kundalini ab, der sogenannten “Schlangenkraft”, einem aus dem Yoga bekannten Begriff. Ähnlich wie Prana ist Kundalini eine Verbindung zu den feinen Energien, die uns mit dem Universum verbinden. Die Kundika wurde bereits vor der buddhistischen Zeit Indiens verwendet. Es wurde sogar eine “Kundika Upanischada” aus dem 4. bis 8. Jahrhundert v. Chr. erhalten, die davon erzählt, dass der Gebrauch der Kundika Prana stimuliert, die Vitalität und die Sinne stärkt, die Verbindung mit der höheren Daseinsebene stärkt und Kraft und Ruhe bringt.

Eine Chinesische Kundika aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon zu dieser Zeit wurden diese Gefäße nur für rituelle und dekorative Zwecke verwendet. Der ursprüngliche Zweck war vergessen worden.

Heute verwenden ich und meine Schüler eine moderne Kundika, die autopathische Flasche – und dies bereits seit elf Jahren. Der Einfall kam mir in dem Augenblick, als ich bemerkte, dass einige geschichtliche Homöopathen, angefangen bei Hahnemann, hochverdünnte (sog. potenzierte) Informationen des behandelten Menschen verwendeten. Zur Herstellung des Präparats wurde üblicherweise Eiter, ein pathologischer Exsud u.ä. genommen, der die Informationen über den Patienten in sich trug. Dies wurde Autoisopathie genannt. Im Jahr 2002 entwickelte ich die autopathische Flasche und begann, sie in meiner homöopathischen Praxis zu verwenden. Sie diente zur  Potenzierung der im Speichel des Patienten enthaltenen physischen Informationen im eigenen Heim. Es funktionierte gut, chronische Erkrankungen gingen zurück, bald schon begannen zahlreiche andere, die meine Kurse besucht oder mein Buch über die neue Methode gelesen hatten, Autopathie zu praktizieren. Etwa ein Jahr später sah ich in der Nationalgalerie auf einem tibetischen Bild von Bodhisattva Maitreya  zum ersten Mal eine Kundika. Ihre Ähnlichkeit mit der autopathischen Flasche bestätige mir, dass wir nur an eine sehr alte und über Jahrhunderte eingesetze, wenn auch in der heutigen Zeit völlig vergessene Methode anknüpfen.

Bereits seit fünf Jahren findet in Prag alljährlich Ende Januar, Anfang Februar eine Konferenz über Autopathie statt, an der Menschen teilnehmen, die diese altneue Methode anwenden und die anderen Teilnehmern über ihre Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung von Autopathie zu berichten und ihre Ergebnisse bei der Heilung von chronischen Erkrankungen zu präsentieren. Häufig berichten sie von völlig “unmöglichen” Heilungen von langjährigen Erkrankungen, die sie dadurch erzielten, dass sie die feinen, aus Atemluft, Speichel oder direkt aus dem 7. Chakra stammenden Informationen durch die Verdünnung mit reinem Wasser in der autopathischen Flasche auf eine feinstoffige, spirituelle Ebene brachten und so den Fluss von Prana ankurbelten. Es treten nicht nur Heiler und medizinische Fachleute auf, eine Reihe von Beiträgen berichtet auch von Selbstheilung und davon, was die Patienten nach dem Lesen des Buchs Speichel, der heilende Saft oder nach dem Besuch eines Kurses bei sich selbst heilen konnten. Autopathie ist einfach und lässt sich auch selbständig, ohne Berater, anwenden. Sie geht von den homöopathischen Prinzipien aus, die der Menschheit seit jeher bekannt sind. Und auch wenn sie für den modernen, materialistisch aufgewachsenen Menschen ein großes Geheimnis darstellt, so bewirkt sie, dass die Menschen Gelenkschmerzen, Migränen, Schlaflosigkeit, Ekzeme, Allergien usw. loswerden, aber auch Beklommenheit oder chronische Erschöpfung, Zustände, unter denen sie über Jahrzehnte litten. Grund für all diese physischen und psychischen Erkrankungen ist eben gerade die Ablösung von der höheren Ebene unseres Daseins. Es reicht, die beiden mithilfe von reinem Wasser informativ miteinander zu verbinden, und schon geschehen sehr interessante Dinge mit uns. Die uralten Kundikas stellten aufgrund ihrer Form jedoch nur eine sehr tiefe Informationspotenz dar, die sich für die Menschen der damaligen Zeit eignete, die noch viel mehr mit der feinstoffigen Sphäre verbunden waren, sich ausschließlich von biologischen Nahrungsmitteln ernährten und nur saubere Luft atmeten.  Damit wir auch heute, am Ende der Kali Yuga, den gleichen Effekt erzielen, sind sehr hohe homöopathische Potenzen erforderlich, die in der autopathischen Flasche leicht hergestellt werden können. Und wenn wir nicht wollen, müssen wir uns nicht einmal den Kopf über irgendwelche religiösen Vorstellungen zerbrechen. In den alten Religionen wurden stets auch Ratschläge und Anweisungen für das praktische Leben weitergegeben. Wenn ein Mönch durch ein mit Malaria verseuchtes Gebiet wanderte, musste er sich schützen. Die Kundika half ihm dabei bestimmt. Und wenn wir heute durch die verpestete Landschaft schreiten, können wir uns daran erinnern.


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

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Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

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