Autopathie – Harmonie aus Speichel I.

5.1.2008 | Jiri Cehovsky | jiri.cehovsky@alternativa.cz

Die Reihe wurde 2006 in der Zeitschrift Medunka abgedruckt.

Der eigene Urin kann heilen, dass ist schon lange bekannt. Die bekannte Urintherapie verfügt ja auch über eine Jahrtausende alte Tradition und es gibt diverse Bücher zu diesem Thema. Auch Eigenblut kann als Heilmittel dienen; die sog. Autovakzination nutzen Ärzte bereits seit Jahrzehnten zur Behandlung von Allergien, viele Patienten haben sie bereits erfolgreich ausprobiert. Aber der eigene Speichel? Das ist absolut neu! Wie kann der Speichel heilen, wenn wir ihn unser ganzes Leben im Mund haben und ihn dauernd mit unserem Essen, Trinken und auch sonst schlucken?

Der Witz ist, dass der eigene Speichel nur dann heilt, wenn er durch ein homöopathisches Verfahren stark verdünnt, oder potenziert, wird. In der Homöopathie gibt es eine Reihe natürlicher Substanzen, die in ihrer unbehandelten Reinform keinen heilenden Effekt aufweisen, nach der homöopathischen Aufbereitung jedoch eine signifikante Heilwirkung haben können. Zum Beispiel Kochsalz, Gold, Graphit, Eisen, Platin, Tiermilch usw. Die Homöopathie entwickelt sich ständig weiter und es werden immer neue solche Substanzen entdeckt. Eine davon ist der Speichel. Man hat herausgefunden, dass ein homöopathisch potenziertes, aus dem eigenen Speichel der zu beeinflussenden Person hergestelltes Präparat eine signifikante Heilwirkung haben und chronische oder wiederholt auftretende Beschwerden, etwa Heuschnupfen, Ekzeme, Migränen, Menstruationsschmerzen, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Gelenk- oder Rückenschmerzen, Neigung zu wiederholt auftretenden Infektionen, Unfruchtbarkeit etc. vollständig beseitigen kann. Unter diesen Beschwerden leiden heute viele Menschen, sie müssen sich meist irgendwie damit abfinden.

Aber wie kann der eigene Speichel Gelenke, Gehirn, Haut, Darm und andere Teile unseres Organismus positiv beeinflussen? Er beeinflusst sie nicht direkt. In der Homöopathie gibt es eine Theorie, wie potenzierte Substanzen, also homöopathische Arzneimittel, die Heilung auslösen. Weil sie bis auf feinstoffige (aus materieller Sicht immaterielle) Ebene verdünnt sind, können sie auf das feinstoffige Organisationsprinzip des Menschen wirken. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, nannte dieses Prinzip „Dynamis“ oder „Vitalkraft“; es organisiert unser körperliches und seelisches System so, dass es harmonisch, also gesund, funktionieren kann. Ist die Organisationsfähigkeit dieser „Dynamis“ gestört, entstehen Krankheiten. Eine Erkrankung ist eine Störung der Selbstorganisationsfähigkeit. Solang die Selbstorganisation gut funktioniert, werden äußere Störfaktoren (Viren, Bakterien, Stress, Umweltchemikalien usw.) von ihr zurückgeworfen und verursachen keinen oder nur einen geringen Schaden. Ist die innere Organisation jedoch instabil, angegriffen und schwach, gibt sie schnell nach und es kommt zu Krankheiten. Wenn wir das innere System stärken, so geht die Krankheit langsam weg und verschwindet mit der Zeit ganz, sogar die chronische Erkrankung, unter der wir vielleicht seit mehreren Jahren leiden. Nun gilt es noch zu erklären, wie der stark verdünnte, homöopathisch potenzierte Speichel das innere Selbstorganisationssystem stärkt. Hierbei hilft uns die moderne Wissenschaft, die ansonsten mit der Erklärung der Homöopathie immer noch ihre liebe Mühe hat. Die Wissenschaft sagt, dass alles, was wir sehen, hören, berühren und wahrnehmen Schwingungen sind. Auch die Masse setzt sich aus bestimmten Schwingungen zusammen, jede Substanz aus anderen. Auch bei der „Dynamis“ handelt es sich um ein Schwingungssystem, eine feine, innere Melodie, die unseren Körper und unseren Geist bildet. Verändert sich diese individuelle Melodie und ihre Schwingungen sinken, entsteht eine Störung – Disharmonie. Wir fangen an zu leiden. Wir sind nicht mehr wir selbst. Wir sind kränklich. Der potenzierte eigene Speichel ist in der Lage, aufgrund der feinstoffigen Resonanz unsere ursprüngliche, gesunde (und jetzt verloren gegangene) innere Melodie zurückzubringen – und somit auch unsere körperliche und geistige Harmonie.

Diese Ausführungen sind nicht nur rein theoretisch, sondern wurden vollständig aus der Praxis abgeleitet. Wenn wir den potenzierten eigenen Speichel einnehmen, fühlen wir eine Veränderung, die sich mit der Zeit immer stärker durchsetzt und für Sie und Ihr Umfeld deutlich sichtbar ist. Bei einem Kind verschwindet nach einigen Wochen nicht nur das langjährige Ekzem, es wird auch fröhlicher. Die regelmäßig wiederkehrenden Grippen und Erkältungen sowie die Kopfschmerzen hören auf. Das Lebensgefühl wird positiver. Allmählich ersetzt Harmonie die Disharmonie. Längerfristig verschwinden auch die Probleme, mit denen die Person jahrelang gekämpft hat, beispielsweise Schlaflosigkeit, chronische Erschöpfung, Traurigkeit, Gelenk-, Rücken-, Eierstockschmerzen, Immunitätsschwächen usw. Plötzlich konnte ich bei meinen Klienten effizienteres Handeln und größeren Erfolg beobachten… Aber nun genug. Ein zu lauter Lobgesang wäre der Sache wohl nicht förderlich.

Machen wir einen kleinen Versuch. Noch heute können Sie testen, ob der homöopathisch hoch verdünnte Speichel eine positive Wirkung haben kann. Ob Autopathie, wie dieser besondere Zweit der Homöopathie genannt wird, wirklich Veränderungen auslöst. In meiner therapeutischen Praxis empfehle ich meinen Klienten ein spezielles Instrument, von mir autopathische Flasche genannt, zur Herstellung des potenzierten Speichels. In ihr stellen sie zuhause auf einfache Weise ihr potenziertes autopatisches Präparat her. Es ist aber auch möglich, das Präparat auf tieferem, jeden sofort zugänglichen Niveau herzustellen. Als ich vor vier Jahren mit dieser neuen Methode begann, empfahl ich ein sehr einfaches Vorgehen der homöopathischen Verdünnung, die Korsakov-Methode, deren Prinzip normalerweise zur Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln verwendet wird. Sie müssen wie folgt vorgehen: 1) Auf einem Blatt Papier schreiben Sie alles auf, was sie plagt. Jedes Wehwehchen und jedes negative Gefühl. Schreiben Sie Ihre subjektiven Wahrnehmungen auf, nicht die Diagnose! 2) Putzen Sie sich ohne Zahnpasta die Zähne. Danach dürfen Sie nichts essen oder trinken. 3) Nach zwei Stunden nehmen Sie eine ungeöffnete Flasche Trinkwasser ohne Kohlensäure (kein Mineralwasser) mit normalerweise blauem Plastikverschluss. Gehen Sie ins Badezimmer – es darf niemand sonst anwesend sein. 4) Spucken Sie einmal aus und dann spucken Sie in den Flaschenverschluss, der nun als kleines Gefäß fungiert. 5) Füllen Sie ihn mit Wasser aus der Flasche auf, bis das Wasser leicht überläuft. 6) Schütten Sie das Wasser weg und füllen erneut mit leichtem Überlaufen auf, schütten Sie weg, füllen Sie wieder mit leichtem Überlaufen auf usw. Dies wiederholen Sie insgesamt 15x. Die Tropfen an den Verschlusswänden übertragen die feinstoffige Information. 7) Die letzte Portion Wasser gießen Sie aus dem Verschluss in Ihren Mund und warten ein paar Sekunden, bevor Sie es hinunterschlucken. Das ist schon alles. 8) Nach einem Monat (nicht früher!) schauen Sie sich Ihr Blatt Papier an und vergleichen alle ihre aufgeschriebenen negativen Gefühle und Wehwehchen mit Ihrem aktuellen Zustand. Notieren Sie die Veränderungen. Anfangs sind sie vielleicht nur geringfügig und vorübergehend. Achtung – das ist keine Anleitung zur Heilung, es ist nur ein Versuch! Die Autopathie ist ein allmählicher, üblicherweise komplexer Prozess, der bei langjährigen und tiefsitzenden Beschwerden einige Zeit, auch Jahre, in Anspruch nehmen kann und nach besonderen, von der klassischen Homöopathie abgeleiteten Regeln funktioniert. Sie erfordert spezifische Kenntnisse. Das autopathische Präparat muss von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Die Wiederholungen dürfen nicht zufällig erfolgen, sondern nach genau definierten, meist von der klassischen Homöopathie abgeleiteten Regeln genau zum richtigen Zeitpunkt in der genau festgelegten Potenz (Verdünnungsgrad). Es gibt fortschrittliche Instrumente zur Herstellung der autopathischen Potenzen zuhause. Mehr über diese Geheimnisse erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von Medunka. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Glück bei Ihrem ersten kleinen Schritt auf dem langen Weg zur Überzeugung, dass Autopathie doch etwas für sich hat.

Fortsetzung


Kurse

Die Kurse werden in der Regel in tschechischer Sprache gehalten. Es finden aber auch Webinare, Konferenzen und Workshops auf Englisch und künftig auch auf Deutsch statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig auf dieser Website publiziert.

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Erfahrungen von Patienten

Die Autopathie hat bereits vielen Menschen geholfen. Hier können Sie die Erfahrungen einiger behandelter Patienten ansehen oder lesen.

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