Mein Weg zur Autopathie

12.4.2018 | Marie Voříšková | maria@voriskova.cz

Dieser Beitrag wurde auf der Konferenz über Autopathie im Jänner 2018 vorgetragen.

Sehr geehrter Herr Čehovský, werte Freunde, liebe Autopathie-Anwender,
am 10.1.2018 bekam ich überraschenderweise per E-Mail die Einladung für diese Autopathie-Konferenz. Überrascht war ich aus dem Grund, weil ich mich schon seit Jahren gesund, munter und glücklich fühle. Autopathie wandte ich zuletzt vor mehreren Monaten nur zur Prävention an, weil ich damals in der Lendengegend „etwas spürte“. Und sie hat gewirkt.
Als ich die Einladung las, fiel mir ein, dass ich mich für die Entdeckung und Verbreitung von Autopathie nie wirklich bedankt habe. Es wurde mir dann auch bewusst, dass wir Menschen dazu neigen, den Zustand eines glücklichen Lebens ohne Schmerz und Leid nicht zu schätzen. Erst wenn etwas passiert, denken wir um.
In meinem Leben passierte so etwas – hoffentlich das letzte Mal – vor wenigen Jahren. Von einer Sekunde auf die andere konnte ich nicht mehr gehen. Ein intensiver, stechender Schmerz, der sich in meiner Lendengegend verbreitete, erlaubte mir absolut keine, nicht einmal eine winzige, Bewegung. Ich hatte nicht einmal die Kraft vor Schmerz zu schreien. Ich lag gekrümmt und steif, schluckte Tränen runter und begann zu realisieren, dass das Leben in einem gesunden Körper das größte Geschenk ist. Ich hatte vorher weder einen schweren Gegenstand gehoben, noch machte ich eine schnelle Bewegung. Ich bin nicht unsportlich, liebe die Sonne und das Wasser und spaziere gerne in der Natur. Im Winter genieße ich Schifahrten auf verschneiten Pisten.
Diese Geschichte passierte in einer einsamen Gegend in unserem Haus im Gebirgsvorland, weit weg von der Zivilisation. Ich war alleine zu Hause und erledigte meine Büroarbeit. Mein Sohn und seine Freunde kamen dann schnell aus Prag, sie brachen die Tür auf und die gerufenen Sanitäter brachten mich in den Krankenwagen. Damit ich wegen der furchtbaren Rückenschmerzen den Transport ohne Hirnschlag überlebte, bekam ich sofort eine Morphin-Injektion.
Heute kann ich darüber lachen, und bin um die Erfahrung, wie man in manchen Krankenhäusern mit Leuten umgeht, reicher. Als ich zwar bewegungsunfähig, aber froh, dass ich nur geringe Schmerzen hatte, im Bett lag, legte mir eine Krankenschwester eine Tafel mit einem A4 Formular auf meine Bettdecke, zeigte mit dem Finger und schrie mich an: „unterschreiben Sie das hier“. Überrascht und etwas eingeschüchtert von dem harschen Ton, fragte ich sie, ob ich es mir vorher wenigstens durchlesen darf. Die Schwester wirkte auf mich unglücklich und überlastet, und geriet durch meine Frage geradezu in Rage. Dann machte sie am Absatz kehrt und stürmte mit den Worten „Na dann lesen sie`s doch“ aus dem Zimmer und knallte hinter sich die Tür zu.
Ich entschuldige mich dafür, dass ich seit vielen Jahrzenten keine Medikamente einnehme und dass ich seit meiner Kindheit bis auf zwei Male immer gesund war. Ich entschuldige mich auch dafür, dass ich durch meinen Beruf als Anwältin nicht die gewöhnlichen Begründungen der Diener des Mainstreams wie „das wurde immer so gemacht und niemanden stört es“, oder „machen Sie keine Probleme, hier will das niemand lesen“ gelten lasse. Auf dem Formular stand, dass ich mit meiner Unterschrift bestätige, vom behandelnden Arzt über die festgestellte Diagnose informiert worden zu sein, dass mir die Behandlung erklärt wurde und dass ich dieser zustimme. Leider (vielleicht wird es immer so gemacht) wurde ich von niemandem weder über meine Diagnose, noch über die Behandlung informiert. Lediglich als ich vom Krankenwagen ins Zimmer gebracht wurde, stieß mich eine junge Frau in die Beine, und fragte mich ob ich das fühle, um wahrscheinlich herauszufinden – wie ich später von befreundeten Ärzten erfuhr – ob eine sofortige Operation notwendig sei. Mehr nicht. Andere Patientengespräche fanden nicht statt.
Heute kann ich nicht mehr genau sagen, ob meine Schmerzen eher auf der physischen Ebene – genau gesagt im Bereich des sakralen Dreiecks, das auf Beziehungen deutet, oder auf der seelischen Ebene waren. Ich litt unter dem System, dem ich mich dauernd unterordnen musste, in dem es keinen Platz und keine Zeit für Menschlichkeit und Sensitivität gibt. Ich danke dem Himmel, dass mich mein Sohn, nachdem ich eine Erklärung unterschrieb, aus dem Krankenhaus zurück nach Prag brachte. Ich danke dem Himmel, dass ein außergewöhnlich sensibler Arzt und sein Physiotherapeuten -Team „zufällig“ seine Rehabilitationspraxis in unmittelbarer Nähe meines Wohnortes hat. Ich spürte aber, dass es nicht genug ist, nur den Körper zu ertüchtigen.
Mit Medikamenten machte ich vor ca. 30 Jahren Schluss. Damals, als meine zwei Kinder noch klein waren, entkam ich nur um Haaresbreite einem gefährlichen Lungentumor. Seither will ich diese leise Stimme, die von unterhalb meines Brustbeins kommt, nicht mehr ignorieren. Ich zweifle nicht daran, dass mich diese Stimme, die meiner eigenen Angst trotzt, in die richtige Richtung führt, obwohl es oft nicht rational erscheint. Seither weiß ich aus eigener Erfahrung, dass eine Krankheit eine wertvolle Information darstellt, wie man mit der Seele und dem Körper umgeht. Ich gehorche dieser leisen Stimme, weil sie mich sonst leise und kampflos mittels einer Krankheit zur Demut zwingen wird. Ich informierte mich bei verschiedenen Quellen, was Hexenschuss (Lumbago) bedeutet und wie er sich auswirkt. Ich befolgte die Anweisungen meiner Physiotherapeutin und machte brav meine Übungen, aber ihre Aussage, dass diese Gegend immer mein Schwachpunkt sein wird, wollte ich nicht akzeptieren.
Als ich also kurz nach der schrecklichen Erfahrung in „jenem Krankenhaus“ durch einen genialen Zufall über diese neue Methode, die Autopathie heißt, erfuhr, ging in der Gegend unterhalb meines Brustbeins die Sonne auf und mein überkluger Kopf musste mit Demut zugeben, dass ich jetzt mehr als Krankenhaus, Autopathie brauchte. Eine Heilmethode, die die geniale und praktische Aktualisierung von Flaschen, die die buddhistischen Mönche Kundikas nannten, verwendet. Ich entwickelte eine angenehme Autopathie-Abhängigkeit und wandte regelmäßig zuerst Atem- und später Prana-Präparate an.
Ich zweifle nicht daran, dass meine Lendenwirbel Dank Autopathie-Anwendungen trotz meines fortgeschrittenen Alters in einem zufriedenstellenden Zustand sind. Ich turne gern, gehe in die Kraftkammer, gehe Schifahren und Schwimmen und hebe und hege ohne Probleme meine 4 Enkelkinder, obwohl manche von Ihnen bereits ein anständiges Gewicht haben. Die Last, die ich früher in der Lendengegend und auf der Seele hatte, ist verschwunden! Ein Mensch, der noch in der Lage ist, menschlich zu fühlen und rein zu denken, verdient das freie und fröhliche Leben in voller Gesundheit.
Ich danke Ihnen lieber Herr Čehovský, ich danke allen, die Autopathie unterstützen.
Prag, 19.1.2018


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